Neue Asbest-Sanierungstechnologien: Test-Baustellen gesucht

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admin11; Juli 08, 2018

Offiziell müssen heute Verputze von Gebäude bei jeder Asbest-Expertise beprobt und untersucht werden. Die Erfahrung zeigt in der Tat, dass ca. 20% der Verputze sowohl innen als auch aussen Asbest enthalten. Und wenn dann Asbest vorhanden ist, geht es schnell um sehr grosse Flächen. Die Sanierung dieser Flächen wird zur Zeit in der Regel in einer Unterdruckzone ausgeführt. Die Verputze werden dabei in der Regel mit von Hand gehaltenen Schleifmaschinen mit einer Quellabsaugung abgeschliffen. Insbesondere bei Verputz an Decken ist dies eine extrem anstrengende Arbeit.

Verschiedene Firmen arbeiten an Geräten oder Anlagen, die diese Arbeit vereinfachen sollen, und die zum Teil schon sehr weit ausgereift sind.

AS-Protek: Schadstoffsanierung mit Wasser-Höchstdruck

Das am weitesten entwickelte Verfahren ist jenes, das die französische Firma AS-Protek zusammen mit Kärcher entwickelt hat. Vor mehreren Jahren schon haben sie mit der Entwicklung von einem Sanierungs-Roboter begonnen, der mit Wasser-Höchstdruck asbesthaltige Verputze aber auch Boden/Wandbeläge und sogar Spritzasbest entfernen kann. Die Anlage ist dabei mit einer Saug- und Filteranlage ausgestattet, die so effizient ist, dass die Behörden in Frankreich ihr ok gegeben haben, dass die Arbeiten ohne Einhausung durchgeführt werden können.

Der Wasser-Kompressor und die Filteranlage sind recht gross, können aber durchaus ausserhalb des Gebäudes stehen bleiben. Der Sanierungsroboter selber ist klein genug, dass er auch in kleinen Räumen wie Badezimmern und Wohnungen eingesetzt werden kann. Da man auf den Aufbau einer Unterdruckzone verzichten kann, ist die Zeiteinsparnis sehr gross. Ausserdem ist die Arbeit um ein vielfaches weniger anstrengend für die Arbeiter. Die Anlage funktioniert aber nur auf Beton-Untergrund und das Personal muss für die Arbeit mit der Anlage speziell geschult werden.

 

Decon-Green: Die Sanierungstechnik aus der Nuklear-Industrie

Decon-Green ist ein weiterer Sanierungsroboter, der sich allerdings noch im Stadium des Prototypen befindet. Im Gegensatz zu AS-Protek wird nicht mit Wasser gearbeitet, sondern geschliffen. Die Technologie wurde ursprünglich in Deutschland für die Sanierung von radioaktiv kontaminiertem Baumaterialien in Kernkraftwerden entwickelt. Die französische Firma Captivor arbeitet aber daran, diese Technologie für Asbestsanierungen nutzbar zu machen.

Im Gegensatz zu AS-Protek hat dieses Gerät den Vorteil, dass sie auch auf andern Materialien als Beton eingesetzt werden kann.

 

ASUP-enviro: Das kompakte Fräsverfahren für die Boden-und Wandbearbeitung

Bereits in der Schweiz auf dem Markt ist die von ASUP entwickelte Gerätekombination ASUP-enviro. Diese beinhaltet:

  • Eine leistungsfähige Saugzentrale bestehend aus einem Staubsauger und einem Vorabscheider

  • Verschiedene Fräsen (je nach Anwendung: Boden, Wand, Eck-Fräsen)

  • Unterdruck-Box (ein Gerät, das zwischen das Schleifgerät und den Sauger gehängt wird und den Strom unterbricht, wenn die Saugleistung unter einen eingestellten Wert fällt)

  • Alle weiteren Geräte und Utensilien um die Arbeiten sauber auszuführen

Das Arbeiten mit dieser Kombination von Geräten wurde auf verschiedenen Baustellen in Deutschland getestet und erfüllt die Anforderungen der BGI 664 (Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest) der deutschen Baugenossenschaft. Geräte für Arbeiten an der Wand und an der Decke müssen aber immer noch von Hand geführt werden. Aber auch ASUP arbeitet an einer Weiterentwicklung.

Gesucht: Test-Baustellen

Um solchen Geräten oder auch Anlagen, die von Sanierern selber entwickelt wurden, in der Schweiz zum Durchbruch zu verhelfen, sucht die Suva Baustellen, auf welchen solche Geräte getestet werden können. Sollten Sie etwas entsprechendes haben, bitte bei info@picadus.ch melden.

Weitere Informationen finden Sie ausserdem auf www.asbest.tech.

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Bauschadstoff-Diagnostiker wissen es: Alte elektrische Bauteile, insbesondere bei Fluoreszenzbeleuchtung, können PCB enthalten. Diese Leuchtmittel funktionieren immer mit einem «Starter», dieser ist teilweise sichtbar unterhalb der Fluoreszenzlampe. Auf der nicht sichtbaren, der Decke zugewandten, Seite sind im Metallkörper zudem kapazitive und/oder induktive Vorschaltgeräte eingebaut. Das kapazitive Vorschaltgerät besteht aus einer Spule (induktiver Teil) und einem Kondensator (kapazitiver Teil). Die verwendeten Kondensatoren, Herstellung zwischen 1950 und 1983, enthalten zumeist PCB.

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Auf Anfang 2020 treten diese Änderungen in Kraft.

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Posted by: Simon Schneebeli; Montag, 28 Okt

Bislang haben wir für unsere Kurse jeweils hier und da Kursräume gemietet. Am 1. Juni konnten wir unsere eigenen Kursräume in Lenzburg beziehen. Daneben investieren wir viel Zeit in die Entwicklung neuer Kurse und die Verbesserung des bestehenden Angebots.

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